la vida – Fotografin auf Reisen

Meine Highlights im Westen Kretas

Wer im Westen Kretas Urlaub macht und dabei nur zwischen Hotel und Strand pendelt, hat definitiv etwas verpasst. Schöne Landschaften, abseits gelegene Traumstrände und verwinkelte Gassen warten darauf erkundet zu werden.

Ich war Ende Mai auf Kreta und würde diesen Zeitaum auch als optimale Reisezeit bezeichnen. Es war schon angenehm warm, meist sonnig und überall blühten bunte Blumen. Im Sommer finde ich es viel zu heiß für Unternehmungen und im Herbst soll die Insel sehr ausgetrocknet sein und alle Blumen sind dann schon längst verblüht. Im Mai war es wirklich traumhaft: Sowohl an der Autobahn im Norden als auch in den vielen engen Altstadtgassen blühte es bunt. Da hat mir das Fotografieren sehr viel Spaß gemacht. Aber Kreta bietet weitaus mehr als Blumen. Da Kreta aber sehr groß ist und wir nicht so viel Zeit im Auto verbringen wollten, haben wir uns lediglich auf den Westen konzentriert. Deswegen möchte ich dir nun meine Highlights im Westen Kretas zeigen:

 

Altstadt und Hafen von Rethymno

Rethymno (oder auch Rethymnon) liegt an der Nordküste von Kreta und ist nach Heraklion und Chania die drittgrößte Hafenstadt.

Die Altstadt ist ein wunderschönes Gassengewirr. Es gibt wenig Sehenswürdigkeiten in der Altstadt, außer vielleicht den Rimondi-Brunnen. Es hat mir einfach viel Spaß gemacht mich treiben zu lassen und an jeder Kreuzung einfach in die nächste vemutlich noch schönere Gasse abzubiegen. Viele kleine Geschäfte haben sich in der Altstadt angesiedelt, die zum Teil auch mehr als den klassischen Touristen-Kitsch bieten.

Den Hafen säumen viele Fisch-Restaurants. Es ist sehr eng, sodass man sich zwischen den Restaurants und den Außenplätzen durchschlängeln muss. Dabei wird man natürlich von nahezu jedem Kellner angesprochen und ins Restaurant gelockt. Auch oder gerade am Abend ist der Hafen wunderschön. Am schönsten finde ich den Blick vom kleinen Leuchtturm auf den Hafen kurz vor oder nach Sonnenuntergang.

Am Rande der Altstadt lohnt sich auch ein Besuch des Fortezza, einer Festungsanlage aus dem 16. Jahrhundert. Für einen Eintritt von 4 Euro kannst du die Anlage erkunden und die Ausblicke auf die Stadt und das Meer genießen.

Etwas südlich der Fortezza, abseits des Hafens, sind auch sehr viele schöne Gassen. Hierher verirren sich nicht sehr viele Touristen und häufig braust ein Einheimischer mit dem Roller an einem vorbei. Es gibt zwar keine Geschäfte, aber wahrscheinlich das viel authentischere nicht für Touristen herausgeputzte Rethymno. Hier hat es mir eigentlich am besten gefallen. Auch hier haben viele Anwohner Blumen vor der Haustür stehen bzw. an der Hauswand hängen, die dann über die Gassen ragen. Häufig habe ich den Hibiskus gesehen.

 

 

Sonnenuntergang am Strand von Rethymno

Neben der tollen Altstadt und dem venezianischen Hafen von Rethymno zieht sich ein langer Sandstrand die Küste entlang. Hinter der Uferpromenade gibt es viele Hotels unterschiedlicher Kategorien. Ich selbst hatte ein Hotel, das nur etwa 20 Minuten zu Fuß von der Altstadt von Rethymno entfernt lag.

Fast jeden Abend bin ich zum Sonnenuntergang zum Strand gegangen. Die Sonne geht neben der Fortezza unter und taucht den Strand in ein wunderschönes, warmes Licht.

 

Blick über Rethymno

Kurz vor der Autobahnauffahrt von Rethymno liegt das Restaurant Korfi in einer Kurve. Davor gibt es eine gute Möglichkeit mit dem Auto kurz zu halten. Dort steht eine Bank zum Sitzen und es bietet sich ein toller Blick auf Rethymno. Gib in dein Navi diese GPS-Koordinaten ein: 35°21’32.9″N 24°28’08.9″E

 

Strand von Elafonisi

Im äußersten Südwesten liegt der Strand von Elafonisi, der auch als der pinke Strand bekannt ist. Durch angeschwemmte Korallen schimmern die auslaufenden Wellen am Strand pink, mal etwas stärker und mal nur ganz leicht.

In Strandnähe gibt es nur ein Hotel und ein Restaurant. Die meisten Besucher sind somit Tagestouristen. Der Strand ist mit dem PKW über asphaltierte gut ausgebaute Straßen gut zu erreichen, es gibt ausreichend kostenlose Parkmöglichkeiten. Für einen Ausflug nach Elafonisi lohnt sich ein eigener Mietwagen, denn so ist man zeitlich viel flexibler als bei einem der vielen Ausflüge über die deutschen Reiseveranstalter oder vielen lokalen Anbieter. Zwischen Strand und Parkplatz versorgt ein Imbiss die Tagestouristen mit Snacks und Getränken.

Elafonisi ist eigentlich eine Insel vor der Küste, die aber bei ruhigem Wetter trockenen Fußes über den Strand erreicht werden kann. Am Stand werden viele Liegen und Schirme zum Mieten angeboten. Halte dich auf der Insel Elafonisi links und dich erwarten einige wunderschöne Sandstrände, die durch Steine voneinander abgegrenzt werden. Hier sind laut Hinweisschild keine Schirme erlaubt und es gibt nur sehr wenig Schatten. Der erste Strand ist der längste und natürlich auch der vollste. Je weiter du gehst, desto ruhiger werden die kleinen Strände und du findest sicher ein schönes Plätzchen.

 

Strand von Balos

Der Strand und die traumhafte Lagune von Balos sind deutlich schwieriger zu erreichen als der Stand von Elafonisi. Die letzten 10 Kilometer zum Strand führen über eine unbefestigte Piste. Diese ist mit einem normalen PKW zwar befahrbar, aber beachte, dass du in der Regel bei Mietwagen auf nicht befestigten Straßen keinen Versicherungsschutz hast! Kurz nach Beginn der Piste ist an einem kleinen Häuschen ein Betrag von 1 Euro pro Person für die Instandhaltung der Infrastruktur zum Strand zu zahlen. Vom Parkplatz am Ende der Straße führt ein Trampelpfad hinunter Richtung Strand. Nach etwa 15 Minuten erreichst du einen tollen Aussichtspunkt. Von hier hast du einen super Blick über die Lagune und den Strand dahinter. Für den Weg zum Strand brauchst du von hier noch etwa 15-20 weitere Minuten. Der Strand ist von Tagestouristen stark besucht. Von daher lohnt es sich erst spätnachmittags zu kommen, auch soll der Sonnenuntergang hier traumhaft sein. Leider war es bei unserem Besuch sehr bedeckt, wir waren spät dran und wollten nicht im Dunkeln zurückfahren. Von daher beschlossen wir es beim Ausblick von oben auf die Lagune zu belassen. Aber alleine dafür lohnte sich für mich die Fahrt über die Piste schon. Ich muss aber bei besserem Wetter nochmal wieder kommen ;-)

Wenn du die Fahrt über die Piste scheust, kannst du Balos auch per Boot ab Kissamos erreichen.

 

Abstecher in die Weißen Berge

Hinter Chania liegen die Weißen Berge, das größte Gebirgsmassiv auf Kreta. Ihr Name (Lefka Ori auf Griechisch) stammt von der Tatsache, dass sie im Winter und lange ins Frühjahr hinein tief verschneit sind und im Sommer von den weißen Kalksteinen weiß in der Sonne glänzen. Der höchste Gipfel ist mit 2454 m Höhe der Pachnes. Von Chania haben wir einen Abstecher in Richtung der Weißen Berge gemacht. Unsere Rundfahrt führte über viele Serpentinen und durch kleine Dörfer, bot aber auch immer wieder tolle Ausblicke auf das grüne Umland.

Wir verließen Chania in Richtung Fournes, fuhren weiter nach Meskla und Zourva. Von dort ging es über Theriso wieder zurück Richtung Chania. Diese Rundfahrt dauerte mit einigen Fotostopps etwa 2 Stunden, reine Streckenlänge sind aber nur etwa 45km.

 

Hafen von Chania

Autofahren macht in Chania keinen Spaß, zu Fuß ist es perfekt. Kostenlos und sehr zentral kannst du westlich des Hafens direkt an der Küste parken. Dort ist ein kostenloser Parkplatz, der aber auch schnell voll ist. Von dort erreichst du in etwa fünf Minuten an der Küste entlang den Hafen. Der Hafen von Chania ist deutlich größer und weitläufiger als der von Rethymno. Entlang der Uferpromenade säumen sich viele Cafés und Restaurants, die aber bei unserer Ankunft am späten Vormittag geschlossen waren. Blickfang am Hafen ist die Hasan Pasha Moschee, in der eine Kunst-Ausstellung stattfand. Die Hafenpromenade lädt zum Flanieren ein, außerdem stehen dort viele Bänke für eine kleine Pause. Wirf unbedingt einen Blick ins Hafenbecken! Wir haben dort eine Schildkröte gesehen, die gemütlich an uns vorbei schwamm! Außerdem kannst du einmal um das Hafenbecken herum bis zum Leuchtturm gehen. Von dort gucken die Spitzen der Weißen Berge hinter der Uferpromenade hervor.

Hinter dem Hafen besteht die Altstadt von Chania, wie auch Rethymno, aus einem Netz vieler kleiner Gassen, die wieder von bunten Blumen geschmückt werden.

 

Möchtest du noch mehr Fotos von Kreta sehen? Dann wirf einen Blick in mein Kreta-Album in der Galerie. Warst du mal auf Kreta? Was waren deine Highlights? 

6 Kommentare zu “Meine Highlights im Westen Kretas

  1. Hesse

    Prima liest sich gut…Urlaub kann sehr schön sein auf Kreta und es gibt viele interessante Sachen (Dinge) bin über viele Jahre dort gewesen …..mitlerweile ist es aber nicht mehr so wie früher (( sehr viel Tourismus jetzt )) und sehr viel TEURER als vor Jahren …aber wem es gefällt der kann es heute noch genießen ……Nach 3 Wochen im Mai dieses Jahr bin ich aber auch gern wieder zurück….. ( bin Seit 1975 jedes Jahr dort gewesen und von 2000 bis 2004 habe ich in Stavros Akrotiri gewohnt )

    1. Marina Autor des Beitrags

      Danke. Es freut mich, dass gerade dir als Kreta-Kenner mein Beitrag gefällt. Du hast Kreta ja dann wirklich sehr intensiv kennen gelernt, wenn du sogar dort gewohnt hast. Aber schön, dass dir der Besuch auf der Insel nach so vielen Jahren wieder gefallen hat.

  2. Tobias

    Vor allem unter den ersten Fotos sind ein paar sehr schöne Bilder dabei :)
    Hast du eigentlich hier und da ein Stativ verwendet, oder alles frei Hand geschossen?

    Ciao

    Tobias

    1. Marina Autor des Beitrags

      Danke, Tobias. Das freut mich! Für die Nachtaufnahme am Hafen habe ich mein Stativ benutzt. Für die Sonnenuntergang-Fotos am Strand habe ich teilweise mein Stativ benutzt, teilweise hab ich die Kamera auf den Strandliegen abgelegt, teilweise hab ich aus der Hand fotografiert. Bei den beiden, die ich ausgewählt habe, weiß ich es nicht mehr genau – sorry. Alle anderen Fotos hab ich aus der Hand gemacht.
      Liebe Grüße
      Marina

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