la vida – Fotografin auf Reisen

Fotoparade 2019 – Mein Jahresrückblick in Fotos

Ich blicke auf ein sehr schönes Reisejahr zurück. Ich habe immer noch nicht alle Fotos nachbearbeitet und sortiert, das liegt vor allem an den abwechslungsreichen Zielen, die ich bereist habe. Das bringt mich immer wieder dazu in Erinnerungen zu schwelgen. Ich bin sprachlos, überwältigt und glücklich, dass ich diese Reisen dieses Jahr machen konnte. Dieses Jahr führten mich meine Reisen nach Neuseeland, Malaysia, Thailand, England, Montenegro und Mallorca. 

Das Besondere für mich ist, dass ich mir dieses Jahr den Wunsch einer längeren Auszeit und Reise erfüllen konnte. Im Frühjahr ermöglichte mir mein Arbeitgeber ein zweimonatiges Mini-Sabbatical, sodass ich zuerst vier Wochen mit einer Freundin einen Roadtrip auf der Südinsel Neuseelands machte. Von dort flog ich alleine für nur acht Tage nach Malaysia. Nach diesem leider viel zu kurzen Eindruck des Landes verbrachte ich zehn Tage auf einem Segelboot im Süden Thailands und noch eine Woche in Bangkok und Umgebung. Die Reise war ebenso beeindruckend wie abwechslungsreich, genau das, was ich wollte. Ich habe gelernt wie wichtig es manchmal für mich ist enge Freunde um mich zu haben und wieviel Kraft mir das gibt, aber auch wie gut es tun kann mal alleine zu sein und was ich alleine schaffen kann. Außerdem hat mir gerade die Zeit in Neuseeland gezeigt wie gut mir die Natur und das Wandern tut. Auch wenn es oft richtig anstrengend war, hat es mir auch unglaublich viel Kraft gegeben. Das Wandern hat dann auch meine Reisen nach England, Montenegro und Mallorca geprägt. 

Da ich auf meinen Reisen wie immer sehr viele Fotos gemacht habe und wieder sehr gerne an der Fotoparade von Michael von Erkunde die Welt teilnehmen will, möchte ich nun anhand seiner vorgegebenen Kategorien in Erinnerungen schwelgen und auf das Jahr zurückblicken. Diesmal gibt er anstatt 6 Kategorien 6 Pärchen vor, diese lauten:

  • Stadtbild oder Landschaft
  • Tier oder Pflanze
  • Berge oder Meer
  • Fremdländisch oder einheimisch
  • Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang
  • Schwarz-Weiß oder bunt

Außerdem will Michael natürlich auch wieder mein Lieblingsbild aus 2019 sehen. 

Leider bin ich nicht sehr gut im Fotos aussortieren. Zu viele Fotos – und vor allem die Erinnerungen dahinter – gefallen mir, sodass es mir oft schwer fällt Fotos aus der Auswahl zu streichen. Außerdem liebe ich die Abwechslung und zeige immer gerne unterschiedliche Facetten meiner Reiseziele (übrigens fasziniert mich genau deswegen Neuseeland so!). Es würde mir also schwer fallen mich immer nur für einen Begriff eines Pärchens zu entscheiden. Daher habe ich entschieden zu jeder Kategorie zwei Fotos zu präsentieren und dir die Entscheidung zu überlassen welches dir besser gefällt. Denn: Fotografie und Reisen sind wie so oft Geschmacksache und deswegen ist es so schön, dass unsere Welt so abwechslungsreich ist. 


Stadtbild …

Wenn ich mich für ein Stadt- oder Landschaftsfoto entscheiden müsste, würde ich wohl dieses nehmen und es „Stadt und Landschaft“ nennen. Der fotogene Ort Perast an der Bucht von Kotor in Montenegro verbindet Stadt und Landschaft perfekt finde ich. Der Ort ist nicht sehr groß, an der Uferpromenade kann man sich schön treiben lassen und dabei auch immer den Blick auf die umliegenden Berge genießen. Besonders in der Abendstimmung kurz vor Sonnenuntergang fand ich die Stimmung im Ort sehr schön.

… oder Landschaft

Aber besonders im Inselinneren abseits der beliebten Bucht von Kotor ist Montenegro wunderschön. Besonders die abwechslungsreiche Landschaft hat mich in dem kleinen Balkanstaat begeistert. Dieses Foto entstand im Durmitor Nationalpark in der Nähe des Sedlo Passes. Dort habe ich meine Wanderung auf den Bobotov Kuk gestartet, eine wunderschöne Wanderung, bei der ich wahnsinnige Ausblicke genossen habe und immer wieder für ein Foto stehenbleiben musste. Die Auswahl aus den vielen Fotos fiel mir besonders schwer.

Tier …

Diese beiden Robben sind aus Neuseeland. Bei Neuseeland denken die meisten zuerst an die wunderschöne Landschaft (oh ja!!!), aber auch die Tierwelt ist beeindruckend. Es gibt an ein paar Stränden die Gelegenheit Delfine, Robben, Seelöwen und Pinguine (darunter sogar die seltenen Gelbaugenpinguine, die ich sogar auch sehen durfe!) in freier Wildbahn zu sehen. Besonders an der Cannibal Bay in den Catlins waren sehr viele Robben und Seelöwen. Diesen beiden habe ich gerne beim streiten aus sicherer Entfernung beobachtet.

… oder Pflanze

Aber Neuseeland bietet nicht nur tolle Landschaften und Tiere, auch die Pflanzenwelt ist sehr schön. Auf den Wanderungen ist mir immer wieder aufgefallen wie unterschiedlich die Pflanzen in den jeweiligen Gegenden sind. Und wenn dann noch das Licht passend durch die Bäume scheint, musste ich einfach stehen bleiben. Dieses Foto habe ich auf der Wanderung zum Monro Beach gemacht. Der Strand war zwar schön, aber aufgrund der lästigen Sandfliegen leider zum Davonlaufen. Manchmal ist der Weg eben das Ziel.

Berge …

Bei Bergen denke ich natürlich auch sofort an Neuseeland, ganz besonders an den Mount Cook, der mit 3.724m Höhe höchsten Berg Neuseelands und Teil der Southern Alps. Für zwei Nächte hatten wir ein Hotel in der Nähe des Mount Cook und haben die beliebte Wanderung auf dem Hooker Valley Track. Dass wir auf der Wanderung schlechtes Wetter hatten und keinen freien Blick auf den Mount Cook hatten, konnte die Stimmung aber überhaupt nicht trüben, denn am Vortag hatten wir diese perfekte klare Sicht. Zum Glück war nicht viel Verkehr und so konnten wir am Straßenrand mal eben anhalten und ich konnte dieses Foto machen.

… oder Meer

Auch wenn ich die Berge inzwischen liebe, möchte ich auch nicht auf das Meer verzichten. Die Wahl zwischen Berge und Meer fällt mir seitdem immer sehr schwer. Dieses Foto habe ich auf einer 2,5-tägigen Wanderung auf dem Abel Tasman Coastal Track im Abel Tasman Nationalpark in Neuseeland gemacht. Am zweiten Wandertag starteten wir von der Anchorage Hut in Richtung Norden zur Bark Bay Hut. Wegen der Flut und weil wir noch einen Abstecher zu den Cleopatras Pools (ein natürlicher Süßwasserpool) machen wollten, gingen wir um die Torrent Bay herum. Nach dem ersten Aufstieg bot sich dann dieser Blick über die Torrent Bay. Weißer Sand, Türkises Meer, grüne Bäume und Sträucher – bei den Ausblicken eine wunderschöne Wanderung!

Fremdländisch …

Das gibt es vermutlich nur in Asien: Bahngleise, die mitten durch einen Markt führen und tatsächlich fährt hier regelmäßig ein Zug durch. Dafür packen die Händler mal eben ihre Ware zu Seite und klappen die Schirme ein. Dieses Spektakel habe ich am Maeklong Train Market in der Nähe von Bangkok erleben dürfen. Auch wenn touristisch überlaufen, fand ich den Markt sehr interessant.

… oder einheimisch

In diesem Kategorie-Pärchen fiel es mir ausnahmsweise mal nicht so schwer mich für einen Favoriten zu entscheiden. Seit ein paar Jahren möchte ich schon zur Blütezeit in die Lüneburger Heide. Irgendwie hat es aber nie geklappt. Deswegen war ich im August dann immerhin endlich mal in der Westruper Heide bei Haltern am See, die größte Heide in Westfalen. Quasi die Mini-Heide im Münsterland. Es war wunderschön und genau die richtige Zeit, denn die Heide stand in voller Blüte. Den ganzen Tag über war es wolkig und windig, aber abends hatte ich Glück und die Abendsonne tauchte die Heide in ein wunderbar weiches Licht.

Sonnenaufgang …

Eigentlich komm ich morgens überhaupt nicht aus dem Bett, aber auf jeder Reise nehme ich mir vor wenigstens einmal zum Sonnenaufgang aufzustehen. In Neuseeland habe ich das sogar öfter geschafft. In Curio Bay machte mich der zweitschönste Sonnenaufgang während der Reise (der schönste kommt noch!) sprachlos. Den Blick hatte ich direkt von der Terrasse unserer Wohnung mit direkter Strandlage. Aber bereits drei Minuten nachdem ich dieses Foto gemacht habe, war der Himmel nur noch leicht orange.

… oder Sonnenuntergang

Auch beim Segeln in der Andamanensee in Thailand bin ich sehr oft für den Sonnenaufgang früh aufgestanden. Auch wenn die Sonnenaufgänge so schön ruhig waren und mir eigentlich lieber sind, mag ich hier besonders das Licht und dass der Katamaran, auf dem ich die 10 Tage und Nächte verbracht habe, genau passend vor der Sonne steht und das Meer so glitzert.

Schwarz-Weiß …

Ich mag Farben und irgendwie fast alles was bunt ist, aber gerade die dramatischen Wolken und krassen Lichtstimmungen in Neuseeland kommen manchmal in schwarz-weiß besonders zur Geltung. Während am Vortag die Berge des Milford Sound komplett in Wolken verhüllt waren, haben wir den langen Weg bis zum Fjord nochmal auf uns genommen um so noch einen ganz anderen Eindruck vom Milford Sound zu bekommen. Ich mag besonders wie die Wolken sich um die Berge schmiegen und versuchen diese zu „verschlucken“. Dieses Phänomen konnte ich in Neuseeland oft beobachten, das Wetter war zwar insgesamt sehr gut, aber eben doch auch wechselhaft und immer bereit mich mit unerwarteten Lichtstimmungen zu überraschen.

… oder bunt

Zur dramatischen Landschaft Neuseelands bildet das bunte Malaysia einen perfekten Kontrast. Malaysia ist absolut bunt und multikulti. Diese bunte Treppe führt hinauf zu den Batu Caves am Stadtrand von Kuala Lumpur. Die Höhlen selbst haben mich nicht so überzeugt, aber die bunte Treppe hinauf und der bunte Hindutempel und die goldene Statue daneben geben für mich ein super schönes und farbenfrohes Motiv ab – genau mein Geschmack.

Mein Lieblingsfoto 2019

Mein Lieblingsfoto aus diesem Jahr kommt natürlich auch aus Neuseeland – das Land hat mich einfach umgehauen! An dem Morgen bin ich schon um halb 6 aufgestanden, um dann zügig bei einstelligen Temperaturen vom Hostel zum Parkplatz nahe dem Lake Matheson zu fahren. Mit Stirnlampen ausgestattet suchten wir im Dunkeln den Startpunkt des Wanderweges. Der Rundweg führt einmal um den See herum. Ich hatte recherchiert, dass der Aussichtspunkt auf der anderen Seite der beste Spot für den Sonnenaufgang und die Spiegelung im See ist. Ziemlich eilig wanderten wir also los und erreichten etwa eine halbe Stunde später den Aussichtspunkt „Reflection Island“. Natürlich waren wir nicht die ersten Fotografen an dem Morgen dort, aber wir fanden noch einen guten Platz um das Stativ aufzubauen. Wir hatten absolutes Glück: Der Himmel war wolkenfrei und die Luft rein und klar. Nebel zog auf der Wasseroberfläche auf und zauberte eine mystische Stimmung. Die Nebelwolken veränderten sich so schnell, dass ich immer wieder abdrückte und überlegte, ob es noch schöner werden könnte. Als die Sonne die ersten Gipfel berührte und nur ein paar Minuten später den gesamten See – immer noch bei leichtem Nebel – in warmes Sonnenlicht tauchte, war ich endgültig überwältigt von dieser Schönheit der Natur Neuseelands! Nachdem wir die Szenerie etwa eineinhalb Stunden bewundert hatten, packte ich mit eiskalten Fingern wieder ein und hoffte, dass meine Zehen beim Laufen langsam auftauen würden. Das war wirklich der schönste Sonnenaufgang, den ich bisher gesehen habe und eins meiner absoluten Highlights in Neuseeland! Aus den etwa 100 Fotos vom Sonnenaufgang – in meinen Augen eins schöner als das andere – eins auszuwählen, fiel mir wirklich schwer.

Zugabe

Weil aber selbst 13 Fotos diesmal für mich zu wenig sind, möchte ich noch eine Zugabe geben und noch drei weitere Fotos aus diesem Jahr zeigen.

Ein knapper Konkurrent für die Kategorie Landschaft ist dieses Foto vom Horseshoe Bend von Montenegro, wie manche es nennen. Vom Aussichtspunkt Pavlona Strana hatte ich diesen wunderschönen Ausblick auf den Skadarsee bzw. auf den Fluss Rijeka Crnojevica, der in den Skadarsee fließt.

In das hübsche Bergdorf Fornalutx im Westen Mallorcas habe ich mich sofort verliebt. Ich mag diesen Stil total. Die braunen Steinhäuser, die schmalen Gassen mit den Treppchen und wie hübsch die Hauseingänge mit Pflanzen dekoriert sind. Im Oktober war es dort auch relativ leer, sodass ich angenehm Fotos ohne andere Touristen machen und so die Szenerie richtig genießen konnte.

Mir gefällt besonders der Nordwesten Mallorcas – das Kap Formentor. An diesem Tag war das Meer überraschend ruhig und es war nahezu windstill. So konnte ich in Ruhe (ohne aufpassen zu müssen, dass die Haare vor die Linse fliegen) den Ausblick genießen und Fotos machen. Das Wetter war traumhaft und dieses Motiv gefällt mir einfach besonders gut. Von daher bildet es wie ich finde einen guten Abschluss.

Und jetzt? Möchtest du noch mehr Reiseinspiration, dann schau zum Beispiel bei diesen Bloggern vorbei. Michael sammelt alle teilnehmenden Beiträge. Ich hatte leider noch keine Zeit mich in Ruhe durch die Beiträge zu klicken, aber das werd ich in den nächsten Tagen auch noch tun. Nach Abschluss der Fotoparade erstellt Michael auch bestimmt wieder eine tolle Zusammenfassung.

2 Kommentare zu “Fotoparade 2019 – Mein Jahresrückblick in Fotos

  1. Heike

    Hallo Marina,
    du hast ja echt schöne Reisen gemacht. Das Straßenfoto vor dem Mount Cook ist für mich das Sehnsuchtsfoto schlechthin. Da möchte man sofort losfahren und die Weite genießen.
    Herzliche Grüße
    Heike

    1. Marina Autor des Beitrags

      Hallo Heike,
      vielen Dank! Dieses Jahr war es echt besonders toll! Neuseeland hat mich sofort in ihren Bann gezogen! Freut mich, dass dir gerade das Foto vom Mount Cook so gut gefällt. War für mich ein toller Moment!
      Viele Grüß e
      Marina

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